Joseph Woelfl

Prof. Margit Haider-Dechant befasste sich in ihrer Dissertation mit dem Komponisten und Pianisten Joseph Woelfl (1773 - 1812), Schüler Michael Haydens und der Mozartfamilie. Im Januar 2012 veröffentlichte sie anlässlich des 200. Todesjahres Joseph Woelfl. Werkverzeichnis mit 620 Werken samt Lebenslauf des Komponisten. Inzwischen wurden weitere Werke Woelfls entdeckt, sodass sich die Werkzahl auf 630 erhöht hat. Die von Margit Haider-Dechant im Jahre 2011 gegründete Internationale Joseph Woelfl-Gesellschaft Wien, in derem wissenschaftlichem Beirat Musikforscher von internationalem Rang vertreten sind, hat es sich zum Ziel gesetzt, Josephs Woelfls Werke in einer Gesamtausgabe von 63 Bänden herauszugeben. Daneben wird der Verlag Einzelausgaben der Werke für den praktischen Gebrauch anbieten.

Bläserquintette

Hermann Dechant, vormals Soloflötist der Bamberger Symphoniker, Mitglied des Bamberger Bläserquintetts und langjähriger Leiter der Bundeskammermusikkurse „Jugend musiziert“ hat es sich zum Ziel gesetzt, das Bläserquintett in der Besetzung Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott als gleichwertiges Pendant zum Streichquartett herauszustellen. Zu diesem Zweck transkribiert er bedeutende Werke der Kammermusikliteratur für diese Besetzung. Mit der Transkription des Forellenquintetts von Franz Schubert für Bläserquintett und Klavier ist ihm ein vielbeachteter Coup geglückt, der von Wiener Kollegen mit der scherzhaften Beurteilung "Originaler als das Original" quittiert wurde. Fernziel sind 100 Transkriptionen.

Celloliteratur

Anlässlich des 200. Geburtstags von Sebastian Lee (1805 - 1887) legte der Verlag 2005 eine Publikationsreihe auf, in der erstmals die Konzert-Kompositionen des bedeutendsten Cellisten seiner Zeit (von 1837 - 1843 Solocellist der Pariser Oper) neu veröffentlicht wurden. Lee figuriert bislang in der Musikgeschichte ausschließlich als Verfasser von Lehrwerken für Cello. Seine Opern-Fantasien und Variationenwerke für Cello mit Klavier- und Orchesterbegleitung stehen jedoch denen von C. M. v. Weber kaum nach und sind ein wichtiger Beitrag zur Celloliteratur des 19. Jahrhunderts.